20.09.2019 Bitkom zum Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung

  • Präsident Berg: „Mut und Engagement im Klimaschutz müssen sich für Unternehmen auszahlen“

Die Bundesregierung hat am Freitag in Berlin ihr Klimaschutzprogramm 2030 vorgestellt. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Deutschland hat sich im Kampf gegen den Klimawandel ambitionierte Ziele gesetzt. Grundsätzlich ist es eine richtige Entscheidung, klimaschädliche Emissionen zu bepreisen. Bei der konkreten Ausgestaltung ist es für die Unternehmen von entscheidender Bedeutung, Verlässlichkeit und Planungssicherheit zu garantieren. Die Regierungskoalition betont im Klimaschutzprogramm 2030 die großen Potenziale der Digitalisierung, um umwelt- und klimapolitische Ziele zu erreichen. Das begrüßen wir ausdrücklich. Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz, Plattformen und Big Data führen schon heute in den Bereichen Mobilität, Energie, Landwirtschaft und Produktion zu erheblichen Einsparungen bei klimaschädlichen Emissionen und Ressourcenverbrauch. Der angekündigte Digital Innovation Hub for Climate kann diese Effekte weiter verstärken. Darauf aufbauend muss aber weiter daran gearbeitet werden, klimafreundlichen und nachhaltigen Innovationen flächendeckend zum Durchbruch zu verhelfen.

Wenn Unternehmen klimafreundlich handeln und entsprechend investieren, dürfen sie keinesfalls schlechter dastehen als andere, die untätig bleiben. Im Gegenteil: Ihr Mut und Engagement muss sich für diese innovativen Unternehmen auszahlen. Wir begrüßen die Pläne zur Entwicklung von Instrumenten zur Folgenabschätzung digitaler Technologien, die auch Unternehmen dabei unterstützen können, sinnvolle klimafreundliche Entscheidungen zu treffen und deren Wirksamkeit messbar zu machen. Die geplante Förderung von Weiterbildungen für Beschäftigte sollte insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen unbürokratisch zur Verfügung stehen, um Innovationen zum Klimaschutz in der Breite umsetzen zu können.

Um die Energiewende erfolgreich voranzutreiben, ist die Einbindung der Verbraucher eine wichtige Voraussetzung. Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Bundesregierung die Chancen der Digitalisierung gerade auch mit Blick auf die Klimafreundlichkeit von Privathaushalten ergreifen will. Mieterstrom und Mehrwertdienste werden durch digitale Infrastruktur erst möglich. Mit der raschen Umsetzung der Erfahrungen aus den Schaufenstern intelligente Energie und der Beschleunigung des Smart-Meter-Rollouts setzt das Programm der Bundesregierung die richtigen Akzente.“