Umsetzung des Digitalpakts - Wo stehen wir?

Mitte Mai ist der DigitalPakt Schule mit der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung von Bund und Ländern in Kraft getreten. Danach waren die Länder in der Pflicht, die Bedingungen für die Ausschüttung der Gelder im Rahmen von Förderrichtlinien zu bestimmen. Hier gehen aber einige Länder noch zu zögerlich vor. Während Sachsen oder Hamburg ihre Förderrichtlinien kurz nach der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung veröffentlicht haben, zogen andere Länder wie Baden-Württemberg, Bayern oder Rheinland-Pfalz erst im Juli und August nach. In einigen Bundesländern verzögerte sich die Einigung aufgrund parallel existierender Programme („Gute Schule 2020“ in NRW) bzw. die Abstimmung, weil die Förderrichtlinie in neue Programme integriert werden soll („Digitale Schule Hessen“).

Die Schulen und Schulträger aber brauchen konkrete Unterstützung durch zentrale Anlauf- und Beratungsstellen auf Landesebene, die den Schulen und den Schulträgern Hilfe bei der Antragsstellung leisten. Die Schaffung von Antrags- und Informationsportalen, Koordinierungsstellen und Online-Kursen wie beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Berlin sind Schritte in die richtige Richtung und sollten weiterentwickelt werden. Es gilt die Schulen und die Schulträger insbesondere bei der Entwicklung von Medienkonzepten und Medienentwicklungsplänen gezielt zu unterstützen, denn diese sind Voraussetzung für die Ausschüttung der Gelder.

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